EU-Fördermittel

Im Folgenden werden nicht alle, aber einige der bekanntesten EU-Programme vorgestellt:

EU-Strukturfonds

Die EU-Strukturfonds werden von den Bundesländern verwaltet. Brüssel gibt dabei nur Rahmenbedingungen vor. Jedes Bundesland erstellt dazu sogenannte „Operationale Programme“, in denen es aus einer Reihe von Fördermöglichkeiten aussucht, was interessant ist. Die aktuelle Förderperiode geht von 2014 bis 2020.

NRW hat dazu zwei Programme: EFRE und ESF

Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Was heißt OP EFRE?

„Operationelles Programm Nordrhein-Westfalens für die Förderung von Investitionen in Wachstum und Beschäftigung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“. Das Programm steht für ein umfassendes Förder-Paket, welches die Zukunft des Landes NRW im Blick hat. Der EFRE unterstützt Regionen mit Entwicklungsrückständen und Strukturproblemen. Zu den Aufgaben des Programms gehören die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Regionen sowie die Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalts in der EU. Die konkreten Projekte werden jeweils in den Regionen entwickelt.

Budget: Bis zum Jahr 2020 stehen NRW insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro EU-Mittel aus dem EFRE zur Verfügung, um Wachstum und Beschäftigung zu unterstützen.

Förderschwerpunkte:

  1. Forschung und Entwicklung
  2. KMU-Förderung
  3. Verringerung von CO2-Emmissionen
  4. Stadtentwicklung

Beispiele von Projekten, die in Südwestfalen durch EFRE gefördert werden:

  • Die Stadt Olsberg erhielt Bescheid in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Damit soll eine barrierefrei und erlebnisorientierte „Grünachse“ im Zentrum des Kneippkurortes entstehen.
  • Bad Sassendorf erhielt 2,6 Millionen Euro für Ausbau des Kurparks und die Entwicklung innovativer Dienstleistungen.
  • Kreis Soest erhielt 980.000 Euro für Software für mobile Datenträger, die Gäste möglichst barrierefrei durch das Freizeitangebot navigieren soll.

Tourismus-Projekte, die in Südwestfalen durch den EFRE bis 2020 gefördert werden:

Forum Qualitätswandern Hike Sauerländischer Gebirgsverein e.V. Arnsberg 199.139 €
Gesundheitsmgmt. Brilon – Olsberg BWT – Brilon Wirtschaft und Tourismus GmbH Brilon 199.200 €
Kooperation Industriekultur/Wasser-EisenLand WasserEisenLand e.V. Altena 288.000 €
Kneipp Erlebnispark- Vernetzung der Kurparke Stadt Olsberg Olsberg 1.745.600 €
Kurpark 3.0- Interaktion, Prävention, Inklusion Gemeinde Bad Sassendorf Bad Sassendorf 2.360.000 €
Sauerland.Inspiration Kur und Freizeit GmbH Schmallenberg Schmallenberg 199.924 €
Smart4You- Dein Butler Kreis Soest Soest 1.290.176 €
Zukunft für kleine Hotels Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH Winterberg 196.800 €
Wanderweg „Wasserstaaten-Natur trifft Technik“ Kreis Siegen-Wittgenstein Burbach
Zukunfts-WERTE Orte Kreis Siegen-Wittgenstein Burbach

  (Quelle: Sauerland Tourismus e.V. 2018)

Ansprechpartner EFRE:

EFRE Verwaltungsbehörde
Ziel „Wachstum und Beschäftigung“
Europäische Struktur- und Investitionsfonds
Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW

Dr. Anja Schumacher
Berger Allee 25
40213 Düsseldorf
Tel.:  0049 211  61772 202
Fax:   0049 211  61772 788
Email: efre.verwaltungsbehoerde@nullmwide.nrw.de
Internet: www.efre.nrw.de

 

Europäischer Sozialfond (ESF)

Der Eu­ro­päi­sche So­zi­al­fond ist ein In­stru­ment der Eu­ro­päi­schen Uni­on zur För­de­rung der Be­schäf­ti­gung in Eu­ro­pa. Er ver­bes­sert den Zu­gang zu bes­se­ren Ar­beitsplät­zen, bie­tet Qua­li­fi­zie­rung und un­ter­stützt die so­zia­le In­te­gra­ti­on.

Budget: Bis zum Jahr 2020 stehen NRW insgesamt 627 Millionen Euro EU-Mittel aus dem ESF zur Verfügung.

Beispiele von Projekten, die in Südwestfalen vom ESF gefördert werden:

„Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ Kreis Siegen-Wittgenstein
Acconci Architekten GmbH
Beratung von Unternehmen zur Fachkräftesicherung
Soest
AF Immobilien
Förderung der betrieblichen Ausbildung im Verbund
Arnsberg

(Quelle: Südwestfalenagentur 2018)

Ansprechpartner ESF:

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Referat II 2 – ESF-Programmsteuerung
Daniel Jansen
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf
Telefon:0211 855-3388
E-Mail: daniel.jansen@nullmags.nrw.de

LEADER

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW) unterstützt auch in der aktuellen EU-Förderperiode 2014-2020 den Zusammenschluss von ländlichen Kommunen zu LEADER-Regionen.

Was heißt LEADER?

LEADER (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale; übersetzt: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union. Durch intensive Bürgerbeteiligung und Vernetzung der lokalen Akteure sollen Ideen, Aktivitäten und Engagement in ländlichen Regionen angeregt und vorangebracht werden.

In NRW sind 28 Regionen von einer Experten-Jury ausgewählt und als LEADER-Regionen anerkannt worden.

Budget: Im Regierungsbezirk Arnsberg liegen elf der anerkannten LEADER-Regionen. So stehen alleine hier dem ländlichen Raum über das Förderprogramm LEADER rund 28 Millionen Euro zur Verfügung, die im Förderzeitraum 2014 bis 2020 effektiv genutzt werden können.

LEADER-Regionen im Regierungsbezirk Arnsberg

  • „Börde trifft Ruhr“
  • „Lippe – Möhnesee“
  • „5verBund“
  •  „Hochsauerland“
  • „LenneSchiene“
  • „LEADER sein! Bürgerregion Sorpesee“
  • „4 mitten im Sauerland“
  • „Oben an der Volme“
  • „BiggeLand-Echt-Zukunft“
  • „Wittgenstein“
  • „3-Länder-Eck“.

Weitere Infos unter Bezirksregierung Arnsberg.

(Quelle: Bezirksregierung Arnsberg 2018) 

Erasmus+

Das Erasmus+ Programm ist ein Förderprogramm der Europäischen Union.

Im Mittelpunkt steht die Förderung der Mobilität zu Lernzwecken wie Auslandsaufenthalte während des Studiums oder der Ausbildung und der länderübergreifenden Zusammenarbeit.

Erasmus+ fördert…

…Studium und Fortbildung im Ausland

…Berufsschüler und Auszubildende, diese erhalten Stipendien zum Lernen, Fortbilden und Arbeiten

…Lehrkräfte, Ausbilder, Jugendbetreuer mit Fortbildung- und Unterrichtsmöglichkeiten im Ausland

…Freiwilligendienste im Ausland

…Teilnahme an Jugendaustauschen

 

Beispiele von Erasmus+ Förderprogramme in Südwestfalen:

ERASMUS+ Mobilitätsprogramm Studieren im Ausland Fachhochschule Soest
ERASMUS+-Projekt „PRACTICE“
Dadurch soll Jugendlichen mit möglichen Vermittlungsschwierigkeiten  der Übergang in weitere schulische Angebote, in Arbeit und Ausbildung verbessert werden.
Handwerkskammer Südwestfalen, Agentur für Arbeit Meschede-Soest, HSK und die beiden Kreisschulen Berufskolleg am Eichholz und Ruth-Cohn-Schule
ERASMUS+„Leitaktion 1“
Fremdsprachenlehrer/innen bilden sich im Ausland weiter
Gymnasium an der Stenner/Iserlohn

 

Ansprechpartner:

Vier Nationale Agenturen setzen in Deutschland das EU-Programm Erasmus+ um:

Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
http://eu.daad.de

Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich
www.kmk-pad.org

Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung www.na-bibb.de

Nationale Agentur Erasmus+ JUGEND IN AKTION
www.jugendfuereuropa.de

(Quelle: http://www.erasmusplus.de/erasmus/)

EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

Das EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger (2014–2020)“ unterstützt unter anderem Städtepartnerschaften, da so der direkte Austausch von europäischen Bürgern gefördert werden kann. Dies soll helfen die Bürger besser über die Europäische Union aufzuklären und die gemeinsamen Ziele und Werte der EU zu vermitteln.

Ziel des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« 2014–2020 ist es, den Bürger/innen die Europäische Union näherzubringen. Gefördert werden Kommunen, Organisationen und Einrichtungen und ihre Begegnungsprojekte, die dazu beitragen, dass den Bürgerinnen und Bürgern ein Verständnis von der Europäischen Union, ihrer Geschichte und ihrer Vielfalt vermittelt wird. Ebenfalls soll die Unionsbürgerschaft gefördert werden, sowie die Bedingungen für die demokratische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger auf EU-Ebene verbessert werden.

Budget: 185,468 Millionen Euro

Finanziert werden durch das Programm:
Bürgerbegegnungen, Städtepartnerschaften, Netze von Partnerstädten und andere Austauschaktivitäten,  das Geschichtsbewusstsein betreffende Projekte mit europäischer Dimension, Einrichtungen und Kontaktstellen, Studien sowie Veranstaltungen und andere Sensibilisierungs- und Verbreitungsaktivitäten…

Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind alle Akteure, die die europäische Bürgerschaft und Integration fördern, insbesondere lokale und regionale Behörden und Einrichtungen, Städtepartnerschaften, Organisationen der Zivilgesellschaft sowie Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Forschungsorganisationen.

Die Teilnahme am Programm steht neben den EU-Mitgliedstaaten den EFTA-/EWR-Staaten sowie unter bestimmten Voraussetzungen den Beitritts- und Bewerberländern bzw. potenziellen Bewerberländern offen.

Antragsverfahren

Die Durchführung des Programms erfolgt auf der Grundlage von Jahresarbeitsprogrammen, die die Ziele, die erwarteten Ergebnisse, eine Beschreibung der zu finanzierenden Aktionen, Angaben über den Umfang der Förderung und einen Zeitplan enthalten.

Die Kommission veröffentlicht Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen im Internet.

(Quelle: http://www.kontaktstelle-efbb.de/ )

Beispiele von geförderten Projekten in Südwestfalen:

Projekt „Grenzenloses Europa-Reisefreiheit und Migration“
Ziel des Projektes: kritische Auseinandersetzung mit der persönlichen Haltung zum Thema Migration
Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein)
Partnerstädte: Zagan (Polen) & (Frankreich)
Projekt „Europa-Entwicklung in der Zeit von 1914/1918 bis zur Europawahl 2014“
Ziele des Projektes: Vertiefung des Wissens über die EU, Entwicklung eines europäischen Geschichtsbewusstseins
Ense (Kreis Soest)
Partnerstadt: Eleu-dit-Leauwette (Frankreich)

(Quelle: Europe for citizens projects)

Ansprechpartner:

Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Kontaktstelle Deutschland „Europa für Bürgerinnen und Bürger”
Weberstraße 59a
53113 Bonn
Tel. (02 28) 2 01 67-29
Fax (02 28) 2 01 67-32
E-Mail: info@nullkontaktstelle-efbb.de
Internet: http://www.kontaktstelle-efbb.de

 

Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA)
Abteilung C1
Avenue du Bourget 1
B-1049 Brüssel
Tel. (00 800) 67 89 10 11 (Europe Direct)
Tel. (00 32 2) 2 99 07 05
Fax (00 32 2) 2 96 23 89
E-Mail: eacea-p7@nullec.europa.eu
Internet: http://eacea.ec.europa.eu/citizenship/

 

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Förderdatenbank)

 

 

 

(Stand Juli 2018)